Über die Ehlers-Sammlung

Über die Ehlers-Sammlung

Die Ehlers-Sammlung wurde nach Louis Ehler benannt, der 1916 in Kopenhagen geboren wurde. Louis, der als Handwerksmaler ausgebildet war und die Kunstakademie besuchte, entwickelte schnell ein starkes Interesse an Getöpfertem. Dieses Interesse teilte er mit seiner Ehefrau Margrete, und gemeinsam bereisten sie ganz Dänemark, um historische Gegenstände zu sammeln und zu studieren.

Ihre Arbeit und Studien der dänischen Töpfereierzeugnisse aus verschiedenen Epochen führte 1967 zu Louis Ehlers umfangreichem Werk „Getöpferte Produkte aus Dänemark“. Das Paar fuhr mit seiner Arbeit und dem Sammeln von Getöpfertem bis zu Margretes Tod 1979 fort. Danach wurde die beeindruckende Sammlung an die Stadt Haderslev übergeben, die sie 1983 der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Das Museum, in dem die Sammlung gezeigt werden sollte, legte man in die Slotsgade 20, und Louis Ehlers hatte bis zu seinem Tod im Jahre 1998 die Aufsicht. Die Ausstellungen des Museums beschäftigen sich vor allem mit Getöpfertem aus Dänemark aus dem Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellungen sind geografisch unterteilt, so dass die Besucher einen klaren Eindruck davon bekommen, wie unterschiedlich sich die Töpferei in den verschiedenen Gebieten Dänemarks entwickelt hat.

Über die Slotsgade 20

Die Platzierung der Ehlers-Sammlung in der Slotsgade 20 kommt nicht von ungefähr. Das Gebäude, das den Rahmen des Museums bildet, hat an sich eine lange und interessante Geschichte. Das Haus wurde im 16. Jahrhundert erbaut und ist heute eines der ältesten und am besten erhaltenen Gebäude seiner Art in Haderslev.

Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Haus vom Klinge-Geschlecht übernommen, das dem besseren Bürgertum der Stadt angehörte. Die Familie richtete das Haus nach der aktuellen Mode des 17. Jahrhunderts ein und verzierte es u. a. mit einer Reihe von Wandgemälden. Diese Wandgemälde waren viele Jahre lang von mehreren Schichten Farbe und Tapete verdeckt. Im Zuge einer größeren Restaurierung des Hauses in den 1970ern wurden die Gemälde, die äußerst gut erhalten waren, freigelegt. Die Motive der Gemälde sind vielseitig, und es werden dort u. a. Personen, Natur und Ereignisse porträtiert.

Die Wandgemälde sind heute deutlich zu sehen und sind neben der Ehlers-Sammlung ein Grund für einen Besuch in der Slotsgade 20.